Von Fellbach nach Guadalajara und zurück

15 Schülerinnen und Schüler der Zeppelinschule Fellbach entdecken Spanien und empfangen anschließend ihre Austauschpartner – mit spannenden Ausflügen, digitalen Projekten und vielen persönlichen Begegnungen.

Wie lernt man ein anderes Land am besten kennen? Indem man gemeinsam zur Schule geht, neue Städte erkundet, regionale Spezialitäten probiert und den Alltag in einer Gastfamilie erlebt. Genau diese Erfahrungen machten 15 Schülerinnen und Schüler der Zeppelinschule Fellbach bei ihrem Schüleraustausch mit der Partnerschule IES Liceo Caracense in Guadalajara/Spanien. Vom 27. September bis zum 3. Oktober besuchte die deutsche Gruppe ihre spanischen Austauschpartner.

Vom 13. bis zum 19. Oktober erfolgte der Gegenbesuch in Fellbach. Im Mittelpunkt des Austauschs stand neben dem gegenseitigen Kennenlernen ein besonderes Vorhaben der Zeppelinschule: die Entwicklung eines digitalen und barrierefreien Reiseführers.

Die spanische Partnerschule hatte eigens ein ergänzendes Programm vorbereitet, das die Kriterien des Projekts erfüllte und den deutschen Jugendlichen ermöglichte, vor Ort Eindrücke und Informationen für ihre Arbeit zu sammeln.

So erkundeten die deutschen Gäste Guadalajara und Madrid, dokumentierten Sehenswürdigkeiten und beschäftigten sich mit digitalen Möglichkeiten, Städte und ihre Angebote zugänglich zu präsentieren. Eine digitale Schnitzeljagd durch die Innenstadt brachte zusätzliche Abwechslung in die Projektarbeit. Auch der Besuch des Prado-Museums in Madrid bot wertvolle Anregungen: Die Jugendlichen konnten erleben, wie kulturelle Einrichtungen Informationen mithilfe von Karten, Audioguides und interaktiven Angeboten vermitteln.

Knapp zwei Wochen später empfingen die Fellbacher Jugendlichen ihre spanischen Austauschpartner. Neben Einblicken in den Schulalltag standen gemeinsame Workshops auf dem Programm. Bei digitalen Aktivitäten wie einer virtuellen Schulführung und einer Actionbound-Rallye durch Fellbach konnten die Jugendlichen ihre Kreativität und Teamfähigkeit unter Beweis stellen.

Ein Höhepunkt war der Besuch des Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart. In deutsch-spanischen Teams erkundeten die Jugendlichen die Ausstellung mithilfe einer Rallye und eines Audioguides. Eine anschließende Stadtführung bot Gelegenheit, weitere Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt kennenzulernen.

Für eine besonders herzliche Atmosphäre sorgte das gemeinsame Essen an der Schule: Die Eltern steuerten ein tolles Buffet bei. Dabei wurde deutlich, dass ein Schüleraustausch nicht nur vom offiziellen Programm lebt, sondern vor allem von den Menschen, die ihn mitgestalten. Ein Ausflug zur Kürbisausstellung im Blühenden Barock in Ludwigsburg und die gemeinsame Zeit in den Gastfamilien rundeten den Aufenthalt ab.

Begegnungen, die verbinden

Ob bei der Projektarbeit, auf gemeinsamen Entdeckungstouren oder im Alltag der Gastfamilien – die Jugendlichen konnten ihre Sprachkenntnisse anwenden, andere Lebensweisen und Kulturen kennenlernen und neue Freundschaften schließen. Sie erlebten, dass Verständigung nicht immer perfekte Sprachkenntnisse voraussetzt, sondern vor allem Offenheit, Neugier und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen.

Mit vielen neuen Eindrücken aus beiden Ländern endete der Austausch nach zwei intensiven Begegnungswochen. Für die Schülerinnen und Schüler der Zeppelinschule bleiben nicht nur Erinnerungen an Guadalajara, Madrid, Stuttgart und Ludwigsburg, sondern auch Erfahrungen, die weit über den Unterricht hinausreichen. Der Austausch mit dem IES Liceo Caracense zeigte, wie europäische Verständigung im Alltag lebendig wird – durch gemeinsames Lernen, gegenseitige Gastfreundschaft und persönliche Begegnungen.